Zu Jahresbeginn mal ganz was Neues! Nach dem Aus des »Gehampel der Ampel« (Lisa Fitz) liegt die Wahl im Februar vor uns, wobei das Ergebnis vermutlich nicht überraschen wird. Und etliche Wahlberechtigte bei uns meinen: „Ich gehe nicht wählen, weil das Ergebnis schon vorher feststeht und DIE machen sowieso was sie wollen.“ Oder: „Wir haben doch nur die Wahl zwischen Pest und Cholera“, ebenso wie „Unsere Politiker sind eh nur Marionetten der USA.“ Ein Wunder, dass es so viele Nicht- oder Protestwähler gibt?
Und welcher »Normalbürger« hat überhaupt die Zeit und die Nerven, sich gründlich mit Politik zu befassen? Das werden vermutlich nicht sooo viele sein, weil sich wohl die meisten von uns damit befassen müssen, wie sie sich ihr Leben überhaupt leisten können. (Wobei mir ein Bekannter erzählte, dass laut Reisebüro ein Drittel aller Fernreisen finanziert wird. Wir beide sind uns einig, dass eine Urlaubsreise es nicht wert ist, deswegen Schulden zu machen, denn mit diesen im Genick kann Erholung nicht wirklich stattfinden.)
Bezüglich der anstehenden Wahl können wir uns nur selbst sagen: Obacht! Wer verspricht was und was haben die, die sich zur Wahl stellen, bisher für das eigene Volk Gutes geleistet? In der angeblichen Demokratie, die wohl nur noch die moderne Staatsform (?) Kapitalismus ist.
Seit vielen Jahren bin ich Mitglied bei »foodwatch« (www.foodwatch.org/de), die über alles Mögliche berichten, was unsere Nahrungsmittel betrifft. Denn als Lebensmittel kann sehr Vieles davon nicht bezeichnet werden. So wie das Meiste, was McKotz und Co. anbieten und verkaufen. (Noch dazu mit sehr viel Müll, für den wir alle bei der Entsorgung aus der Landschaft zahlen müssen.)
Hinsichtlich »Ampel« gab es den Ansatz, an Kinder und Jugendliche gerichtete Werbung für gesundheitsschädliche Produkte zu verbieten. Doch die FDP sprach sich dagegen aus, unseren Nachwuchs dahingehend zu schützen! Und Herr Lindner maßt sich allen Ernstes an, auf einem Wahlplakat mit dem Slogan »Schulden: Kinder haften für ihre Eltern« zu erscheinen! Von zukunftsgerichteter und lösungsorientierter Politik zeugt auch ein anderes seiner Mottos nicht: »Schönreden ist keine Wirtschaftsleistung«. Das weiß wohl jeder denkende Mensch. Und andere Parteien? Na ja …
Nochmal zu »foodwatch«: Ebenso gesundheitsschädlich wie Massen an Zucker in Vielem (samt BIO!), auch von »Junkfluencern« Beworbenem, ist der Verkauf der unsäglichen Energy-Drinks (Koffein!!!) sogar an Kinder. Beides führt mit dazu, dass in Deutschland 15 Prozent von ihnen übergewichtig, sechs Prozent sogar stark übergewichtig sind. Was seit den 1980er- und 1990er-Jahren einen Anstieg von 50% und damit verbunden die Anfälligkeit für Alterszucker, Gelenkbeschwerden, hohen Blutdruck und Herzerkrankungen bedeutet. Die Drinks werden von 68% der Jugendlichen in der EU regelmäßig getrunken, 17 Prozent trinken mehr als einen Liter auf einmal! Plus Sport oder Alkohol: Oft Herzprobleme, Nierenversagen, Krampfanfälle …
Also auch hier: Obacht! Wer sorgt dafür, dass beim Nachwuchs nur noch für Gesundes geworben werden darf? Vor allem auch von Leuten im Internet? Was gar nicht sein DARF: Politik und Lobbyismus im Duo! Doch wie sagte schon Erwin Huber, CSU, 1995: „Wer einen Sumpf trockenlegen will, darf nicht die Frösche fragen.“ Dieser Spruch lässt sich unterschiedlich deuten: „Wer Geld scheffeln will, dem kann doch die Gesundheit der Konsumenten egal sein.“ Ebenso wie: „Die Bevölkerung von Wielenbach und Umgebung protestiert gegen den vierspurigen Ausbau der B2? Egal!“
Ein Dank an Uli dafür, dass er mich auf das kleine Buch »Der Schlaf der Vernunft« von Daniela Dahn beim Rowohlt-Verlag aufmerksam gemacht hat. Wie oben angesprochen, war und ist es wichtig, dass wir uns alle über Politik informieren. Doch was die Medien uns präsentieren, scheint meist das zu sein, was wir erfahren sollen, nicht das, was wir wissen müssten, um uns eine eigene Meinung bilden zu können. Frau Dahns Werk handelt von den aktuellen Kriegen in der Ukraine, von Israel und Gaza, von Vorgängen nach dem Zweiten Weltkrieg in der BRD bis zum menschengemachten Corona-Virus. Dazu thematisiert sie die »Wiedervereinigung« Deutschlands, bei der es Vorgänge gab, die es nicht hätte geben dürfen. Von einigen Dingen, die damals politisch und nach der Ansicht vieler Menschen alles andere als rechtens abliefen, wusste ich nichts. Unter anderem war mir nicht bekannt, dass frühere Bewohner der nachmaligen DDR Ansprüche auf damals zurückgelassene Immobilien im Osten hatten, Personen, die von West- nach Ostdeutschland gegangen waren, jedoch nicht auf ihre Besitztümer im Westen! Unrecht pur!
Danke, Frau Dahn, für Ihre Zusammenfassung ungeschminkter Wahrheiten! Dieses kleine Büchlein lege ich Ihnen – von wegen »Obacht« – wärmstens ans Herz und kann nur hoffen, dass das alte deutsche Parteiensystem zügig durch ein vernünftiges ersetzt wird und wir gemeinsam gute Wege in eine lebenswerte Zukunft für alle finden.


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